Liebe Gäste
es hat sich einiges getan in der letzten zeit
und eins der ergebnisse ist - ich habe ein neues buch geschrieben
das ende september bei herder erscheinen wird
es ist ein essay geworden – der beschreibt – warum sich menschen nach respekt sehnen
er erzählt von widersprüchen unseres lebens – von permanenter demütigung auf allen ebenen und von der scham - die sie in uns auslöst
und es ist eine aufforderung gemäß dem satz von nietzsche:
was ist dir das menschlichste? – jemandem scham ersparen.
zum 100. todestag von konrad duden wird es einen besonderen duden geben mit den 'lieblingswörten' von ganz unterschiedlichen menschen der republik
und ich durfte meine dazu beisteuern:
Es fällt mir schwer, mich für das liebste Lieblingswort zu entscheiden, denn ich habe mehrere Lieblingswörter, die mich trösten wie ein Kuß und sattmachen wie Brot.
Respekt, ist eins davon. Ich brauche es als Antrieb und leide wenn es fehlt. Es ist mir Kissen, Suppe, Dach und Haltegriff. Und es klingt, wie sich eine Umarmung anfühlt.
Ein weiteres Wort ist vorrübergehend, fünf Silben, wie eine Enzyklopädie der Vergänglichkeit. Eine Zeitbrücke und nüchterne Transformation zwischen es ist, es wird, es wird geworden sein und es ist gewesen, wie ein Winken beim Abschied.
Und das kleine Wort Weh, drei Buchstaben, die den Weltschmerz bündeln, wie kein anderes, ein Archiv universellen Leids
Dann das Wind ähnlichste Wort Freiheit, zwei Silben, die schon im Aussprechen befreien! Luft, Licht, Leben, wie Flügel zum Davonfliegen.
Und schließlich Mutter, für mich das umfassendste Wort, das größer ist als Gott und Universum, mehr ist als Leben, Liebe Nahrung und Halt. Es ist raumlos und körperlos, es ist genwärtig und zukünftig, ein Übergang vom Dieseits ins Jenseits und auch ins Abseits. Mutter klingt, wie sich Haut anfühlt, eine Endlosigkeit.
haben SIE auch ‚lieblingswörter’?
anfang september gebe ich einen einblick in das erzählen als konfliktbewältigung
im rahmen der sommeruniversität 2011 mit dem schwerpunkt:
the art and peace project
8. - 10.9.2011
blogs.epb.uni-hamburg.de/kunstundfrieden
einen einblick in meine filmischen arbeiten finden sie unter: www.filmmakers.de. dort können sie auch ein demoband bestellen
im herbst geht es dann weiter mit der 'zweifel' tournee
vom 12.11. bis 5.12.
ZWEIFEL (Doubt) von John Patrick Shanley
Ein Stück über Missbrauch in der Kirche

Fotos: Sabine Haymann
Pressestimmen:
"Mit der grandiosen Renan Demirkan in der Hauptrolle. Sie spielt ihre Schwester Aloysius mit fundamentalistischer Strenge, hinter der doch ab und zu ein großes Herz spürbar wird." Eßl. Ztg.
"Thrillerhafte Atmosphäre...(...) ...darstellerisch gekonnt." StN
"Die deutsch-türkische Schauspielerin Renan Demirkan als Aloysius hat mehr zu bieten als Meryl Streep. Die vielseitige Künstlerin macht aus dem (...) Stück großes Theater. Die neue Stuttgarter Inszenierung überzeugt in jeder Beziehung." SWR
"Renan Demirkan spielt Schwester Aloysius eindrindlich und auch dann noch glaubwürdig, wenn sie sich der Karikatur nähert." KULTUR
Weitere Touren finden im Frühjahr und im Herbst 2010 statt, die Termine erfragen sie bitte über die das Tourneetheater Landgraf (Kontaktdaten siehe unten).
„Love Letters“

Fotograph Szenenfotos: Wolfgang Weimer
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